Mehr als bloßer Verzicht auf Chemie. Die oft gestellte Frage, worin sich biologischer Anbau von konventionellem unterscheidet, kann sich nicht nur durch geringeren Einsatz weniger Pflanzenschutzmittel beantworten. Wir verzichten auf synthetische Mittel, die in den Saftstrom der Pflanze aufgenommen werden, sie sind auch verboten. Anders ist das Verwenden von Netzschwefel und kupferbasierenden Mittel: ihr Wirkungsgrad ist auf die Benetzung begrenzt – vergleichsweise wie die Schutzfunktion einer Sonnencreme auf unserer Haut. Dennoch ist es uns wichtig ihren Einsatz auf ein Minimum zu reduzieren. Mit Tonerde-Präparaten, Gesteinsmehlen und Speisesoda ist das auch schon sehr gut möglich.
Vielmehr Bedeutung haben für uns natürliche Silikate, zum Beispiel von Ackerschachtelhalm und Brennnesseln, Pflanzenöle und -extrakte von Fenchel oder Raps. Vor allem aber auch Tees und Jauchen aus verschiedensten Kräutern von Kamille bis Schafgarbe und wieder Brennnesseln. Der zentrale Grundgedanke liegt im Schaffen eines Gleichgewichts, die Bewirtschaftung als Teil eines ökologischen Kreislaufes zu sehen.
Biodynamisch zu arbeiten und denken ist ein herrlicher Weg um vielen Dingen auf den Grund zu gehen, sich aktiv mit Naturprozessen auseinanderzusetzen und feinfühliger zu werden. Es ist ein ständiger Prozess der Weiterentwicklung und bringt uns weg von der „Versicherungsmentalität“, die unsere heutige Gesellschaft sehr stark prägt, hin zum aktiven Erkennen von Ursachen – das ist ein unglaubliches Nähersein an der Natur, der Witterung, dem Leben.