Von den Kellerarbeiten gibt es kaum Spannendes zu berichten - weil wir so minimal in die Weinbereitung eingreifen. Schonend und genau zu arbeiten ist nichts Besonderes mehr - ohne jegliche chemische Zusätze zu arbeiten hingegen schon. Unsere Trauben und Most vergären wir ausschließlich mit natürlichen Hefen. Oft werden sie auch 'wilde' Hefen genannt, weil sie aus wilder Natur, unseren Weingärten, stammen. Besonders im biologischen Anbau können wir aus einer artenreichen Vielzahl schöpfen. Für uns ist das der wesentlichste Punkt um dem Wein die meiste Eigenständigkeit und den ehrlichsten Charakter zu geben.
Um den Wein vor harten Gerbstoffen zu schützen, arbeiten wir in zwei Etagen mit Schwerkraft, ersparen uns das Pumpen und können die Trauben direkt in die Presse schütten. Neue Technik ist uns beim Weinmachen sehr wichtig, um zu bewahren, nicht zu verändern. Damit sind saubere Tanks und die Basis-Kellereinrichtungen gemeint, hochtechnisierte Geräte finden keinen Einsatz. Notwendige Weinschönungen führen wir nur mit natürlichen Zugaben durch: Bentonit-Erde, Aktivkohle oder Eiklar. Um den Wein vor Alterung und Oxidation zu schützen, ist auch bei biologisch produzierten Weinen die Zugabe von Schwefel unerlässlich, hält sich aber auf ein Minimum beschränkt.
Die alten, traditionellen Holzscheunen waren das Vorbild. Eichenholz - Beton - natürliche Dämmstoffe - Stahl - Lärchenholz - Glas - Edelstahl - der neue Keller besticht durch schlichte, geradlinige Formen und ist ein reduzierter Zweckbau, der den Wein in den Vordergrund stellt.