Weideland hat bei uns in der Puszta eine weit zurück reichende Geschichte. Einige unserer Weiden, die in Richtung Neusiedlersee liegen, sind ein noch niemals beackertes Stück Land. Vor ein paar hundert Jahren waren diese Teile noch Sumpfland. Hier wachsen die einheimischen Gräser, ihre Artenvielfalt entspricht der urtypischen Vegetation. Um sie langfristig auch als Weiden weiter zu halten ist es notwendig, sie wenigsten einmal in etwa drei Jahren mit Tieren zu beweiden oder zu mähen.
Die pannonische Weidelandschaft ist
besonders geprägt durch die sauren Böden mit hohem Magnesiumanteil. Das
hat eine bestimmte säurehaltige Grasvielfalt zur Folge und ist auch entscheidend für
die richtige Wahl der Rasse. Das ungarische Graurind oder Steppenrind
hat sich gut an die örtlichen Bedingungen angepasst. Aufgrund des stark
ausgeprägten Urherdetriebes ist die Zucht jedoch gefährlich. Eine
weitere Rasse die sich bestens an säurehältige Gräser und Kräuter angepasst hat
sind die Angus-Rinder. Sie gelten als besonders extensive Rasse und
haben zudem einen gutmütigen Charakter der uns erlaubt jederzeit in die
Herde hineinzugehen und Tiere zu pflegen.